5. Mai 2010
Auto News
Aufbereitete Ersatzteile fürs Auto: Preiswert und umweltfreundlich
Der Markt für wiederaufbereitete Ersatzteile wächst stetig. Immer mehr Kunden und Werkstätten setzen bei der Reparatur auf instandgesetzte Komponenten.
In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage nach hochwertigen sogenannten Remanufacturing-Teilen für die Kfz-Reparatur weltweit angestiegen. Der Tauschmarkt hat in den USA bereits heute einen Anteil von annähernd 90 Prozent. Für Europa mit seinem Bestand von rund 250 Millionen Fahrzeugen erwartet Zulieferer Bosch bis 2015 ein Wachstum des Markts für instandgesetzte Teile von heute rund 20 Millionen auf rund 30 Millionen Erzeugnisse pro Jahr. Das Unternehmen wendet das Verfahren mittlerweile auf etwa 9 000 Fahrzeugteile aus 27 Produktgruppen an und ist damit nach eigenen Angaben führender Anbieter industriell aufbereiteter Produkte wie Starter, Kleinmotoren, Generatoren, Klimakompressoren oder Dieseleinspritzpumpen.
Voraussetzung für die Aufbereitung ist ein funktionierendes Altteile-Management. Die Teile werden eingesammelt und zum Instandsetzungswerk gebracht. Der Prozess ist dann sehr effizient, wenn der Marktbedarf und der Rückfluss von Altteilen sich in Menge und Struktur etwa entsprechen. Im Göttinger Bosch-Werk gibt es über 6 300 Sortierlagerplätze für unterschiedliche Teile-Typen. Anschließen werden die Produkte im Werk demontiert, gereinigt und aufgearbeitet. Verschleißteile werden ersetzt und die Aggregate wieder montiert. Nach der Endprüfung werden die Teile verpackt und verschickt.
Die Instandsetzung gebrauchter Teile gibt es nicht nur bei älteren Fahrzeugen. So werden die Hauptkomponenten des elektrischen Hybridantriebs wie E-Maschine oder Leistungselektronik der Modelle Porsche Cayenne und VW Touareg von Anfang an als Remanufacturing-Erzeugnisse von Bosch vertrieben. Was daran liegt, dass diese Komponenten ausgesprochen teuer sind, eine Wiederaufbereitung also Ressourcen schonend und damit lohnend ist.
Bei der Instandsetzung werden Verschleißteile zu 100 Prozent ersetzt, andere Komponenten werden lediglich bei Bedarf erneuert. Die Grundkörper der Aggregate werden meist wiederverwendet. In der Summe ergibt sich daraus eine hohe Material- und Energieeinsparung gegenüber der Neuproduktion. Am Beispiel eines Starters hat Bosch in Zusammenarbeit mit der Fraunhofer Projektgruppe Prozessinnovation/Lehrstuhl für umweltgerechte Produktionstechnik an der Universität Bayreuth ein Neuteil aus dem Werk Hildesheim und einen aufbereiteten Starter aus dem Werk Göttingen verglichen. Bei Neufertigung werden 14,63 Kilogramm CO2 erzeugt. Beim Instandsetzen entfallen viele Fertigungsprozesse wie Umformen, Fügen oder Trennen, der CO2-Ausstoß liegt bei 5,65 Kilo. Die Ersparnis von 8,99 Kilogramm je Starter entspricht rund 4 500 Litern CO2 - oder 1 800 gefüllten Luftballons. Auch der Materialverbrauch ist bei Instandsetzungen geringer. Für den neuen Starter benötigt man 3,49 Kilo Material, für den aufbereiteten lediglich 0,43 Kilo. Gerhard Prien gp
In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage nach hochwertigen sogenannten Remanufacturing-Teilen für die Kfz-Reparatur weltweit angestiegen. Der Tauschmarkt hat in den USA bereits heute einen Anteil von annähernd 90 Prozent. Für Europa mit seinem Bestand von rund 250 Millionen Fahrzeugen erwartet Zulieferer Bosch bis 2015 ein Wachstum des Markts für instandgesetzte Teile von heute rund 20 Millionen auf rund 30 Millionen Erzeugnisse pro Jahr. Das Unternehmen wendet das Verfahren mittlerweile auf etwa 9 000 Fahrzeugteile aus 27 Produktgruppen an und ist damit nach eigenen Angaben führender Anbieter industriell aufbereiteter Produkte wie Starter, Kleinmotoren, Generatoren, Klimakompressoren oder Dieseleinspritzpumpen.
Voraussetzung für die Aufbereitung ist ein funktionierendes Altteile-Management. Die Teile werden eingesammelt und zum Instandsetzungswerk gebracht. Der Prozess ist dann sehr effizient, wenn der Marktbedarf und der Rückfluss von Altteilen sich in Menge und Struktur etwa entsprechen. Im Göttinger Bosch-Werk gibt es über 6 300 Sortierlagerplätze für unterschiedliche Teile-Typen. Anschließen werden die Produkte im Werk demontiert, gereinigt und aufgearbeitet. Verschleißteile werden ersetzt und die Aggregate wieder montiert. Nach der Endprüfung werden die Teile verpackt und verschickt.
Die Instandsetzung gebrauchter Teile gibt es nicht nur bei älteren Fahrzeugen. So werden die Hauptkomponenten des elektrischen Hybridantriebs wie E-Maschine oder Leistungselektronik der Modelle Porsche Cayenne und VW Touareg von Anfang an als Remanufacturing-Erzeugnisse von Bosch vertrieben. Was daran liegt, dass diese Komponenten ausgesprochen teuer sind, eine Wiederaufbereitung also Ressourcen schonend und damit lohnend ist.
Bei der Instandsetzung werden Verschleißteile zu 100 Prozent ersetzt, andere Komponenten werden lediglich bei Bedarf erneuert. Die Grundkörper der Aggregate werden meist wiederverwendet. In der Summe ergibt sich daraus eine hohe Material- und Energieeinsparung gegenüber der Neuproduktion. Am Beispiel eines Starters hat Bosch in Zusammenarbeit mit der Fraunhofer Projektgruppe Prozessinnovation/Lehrstuhl für umweltgerechte Produktionstechnik an der Universität Bayreuth ein Neuteil aus dem Werk Hildesheim und einen aufbereiteten Starter aus dem Werk Göttingen verglichen. Bei Neufertigung werden 14,63 Kilogramm CO2 erzeugt. Beim Instandsetzen entfallen viele Fertigungsprozesse wie Umformen, Fügen oder Trennen, der CO2-Ausstoß liegt bei 5,65 Kilo. Die Ersparnis von 8,99 Kilogramm je Starter entspricht rund 4 500 Litern CO2 - oder 1 800 gefüllten Luftballons. Auch der Materialverbrauch ist bei Instandsetzungen geringer. Für den neuen Starter benötigt man 3,49 Kilo Material, für den aufbereiteten lediglich 0,43 Kilo. Gerhard Prien gp
Der Artikel "Aufbereitete Ersatzteile fürs Auto: Preiswert und umweltfreundlich" wurde am 05.05.2010 in der Kategorie Nachrichten von mit den Stichwörtern , Nachrichten, veröffentlicht.
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