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Porsche bringt virtuelle Realität auf den Rücksitz

24. Juli 2019
Redaktion
Porsche bringt virtuelle Realität auf den Rücksitz
@ pixel2013 (CC0-Lizenz)/ pixabay.com
Porsche will mehr Entertainment anbieten und lässt Mitfahrer in virtuelle Welten abtauchen. Um auf dem Rücksitz keine Langeweile aufkommen zu lassen, kooperiert der renommierte Sportwagenhersteller mit dem Start-Up Holoride. Auf der ,,Expo Day'' in den Stuttgarter Wagenhallen bekamen die Besucher eine erste Vorstellung davon, wie Porsche-Mitfahrer in Zukunft in virtuelle Welten abtauchen und die Zeit vergessen werden.

Attraktiveres Unterhaltungsangebot für Porsche-Mitfahrer

In naher Zukunft wird auf dem Rücksitz eines Porsche selbst auf langen Touren keine Langeweile mehr aufkommen, wenn es nach dem Willen der Entwickler und Ingenieure in Stuttgart-Zuffenhausen geht. Mit Hilfe von VR-Brillen sollen sich den Reisenden auf den Rücksitzen völlig neue und sehr aufregende Unterhaltungswelten erschließen, die sich vom Gewohnten deutlich abheben. Das erforderliche Know-how im Bereich IT steuert das Start-Up Holoride bei. Das junge Entertainment-Tech-Unternehmen wurde 2018 in München gegründet. In den Stuttgarter Wagenhallen stellten die jungen Firmengründer Nils Wollny, Daniel Profendiner und Marcus Kühne den staunenden ,,Expo Day" Besuchern die innovative Software vor, die synchron zur Bewegung des Fahrzeugs Virtual Reality- und Cross Reality- Inhalte generiert. 

Elastic Content

Diese bewegungssynchronen Inhalte werden als Elastic Content bezeichnet. Die neuartige Medienform ist speziell auf die Nutzung in Fahrzeugen zugeschnitten. Das heißt, die jeweiligen Inhalte werden an die Bewegung des Fahrzeugs, an die Fahrzeit und an den konkreten Kontext angepasst. Dass die Holoride Software diesen Anspruch einwandfrei erfüllt, konnte die junge Software-Schmiede auf der ,,Expo Day" eindrucksvoll demonstrieren.

Kopplung zwischen Fahrzeugdaten und VR-Brille

Um bewegungssynchrone VR- und XR-Inhalte zu generieren, wird eine Verbindung zwischen der VR-Brille und verschiedenen Fahrzeugsensoren hergestellt. Auf diese Weise ist es möglich, die virtuellen Bilder an die Bewegung des Fahrzeugs anzupassen. Angenommen, ein Mitfahrer mit VR-Brille ist im Spiel mit einem Flugzeug unterwegs. Durchfährt das Auto in der Realität gerade eine Kurve, wirkt sich das in Echtzeit auf den Kurs des virtuellen Flugzeugs aus. Das heißt der Spieler wird mit seinem Flugzeug im gleichen Moment ebenfalls eine Kurve fliegen. 

VR-Brille als Therapie gegen Reiseübelkeit?

Was im ersten Moment als hübsche Spielerei erscheint, kann möglicherweise für Reisende hilfreich sein, die bei längeren Autofahrten häufig unter heftiger Übelkeit zu leiden haben. Die Kinetose, wie Mediziner die unangenehme und weit verbreitete Reisekrankheit bezeichnen, wird durch eine Störung des Gleichgewichtssinnes ausgelöst. Vermutlich erhält das Gehirn bei der Bewegung des Fahrzeugs von den Sinnesorganen widersprüchliche Signale, was bei empfindlichen Menschen starke Übelkeit und Sehstörungen hervorrufen kann. Bisher greifen die Betroffenenen zu speziellen Medikamenten, um die Symptome zu lindern. Ließen sich diese durch ein unterhaltsames Spiel mit einer VR-Brille ersetzen, wäre das deutlich angenehmer. Wer mobiles Online Casino, Roulette und Automatenspiele liebt, für den halten schon jetzt viele Internetportale spannende Spielangebote bereit. 

Anpassung der Spiellänge an die voraussichtliche Dauer der Fahrt

Die Software hat noch mehr Potential. Beispielweise könnte durch Auswertung der Daten vom Navigationsgerät die Dauer eines Spiels an die vom Navi errechnete Fahrtdauer angepasst werden. Ist der Porsche am Ziel angekommen, braucht der Spieler sein spannendes Spiel nicht mehr abrupt zu unterbrechen. 

Andere Automarken werden nachziehen

Von dem interessanten Angebot sollen jedoch nicht nur Porsche-Insassen profitieren. Holoride nutzt darum bei der Entwicklung der Software einen offenen Plattform Ansatz. Das heißt, die Software wird hoffentlich schon bald von anderen Autoherstellern genutzt, um ihren Kunden noch mehr Spaß am Fahren zu bieten. Hinsichtlich der zu verwendenden Inhalte ist die Software ebenfalls für andere Anbieter offen.


Ziel der jungen Gründer ist es, die neue Medienform, die mit handelsüblichen VR-Brillen kompatibel sein wird, in drei Jahren auf den Markt zu bringen. Filme, Videokonferenzen oder unterhaltsames Spiel - Langeweile auf dem Rücksitz dürfte dank der modernen Software selbst bei langen Touren in naher Zukunft kein Thema mehr sein.

Der Artikel "Porsche bringt virtuelle Realität auf den Rücksitz" wurde am 24.07.2019 in der Kategorie News von Redaktion mit den Stichwörtern Porsche bringt virtuelle Realität auf den Rücksitz, News, veröffentlicht.

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