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Assistenzsysteme: Welche Chance und Risiken bergen sei für Autofahrer?

10. Juli 2019
Redaktion
Assistenzsysteme:  Welche Chance und Risiken bergen sei für Autofahrer?
Bild: GM Company
Während noch vor einigen Jahrzehnten die Steuerung eines Fahrzeuges zu einhundert Prozent von Aktionen des Fahrers abhängig war, übernehmen heute immer mehr digitale Helfer diese Aufgabe. So gehören Dinge wie Tempomat, Spurhalte- und Berganfahrassistent mittlerweile bei vielen Modellen zum gewöhnlichen Standard. Doch wie ist diese Entwicklung eigentlich zu bewerten?

Warum wird in Autos immer mehr Technik verbaut?

Dass moderne Fahrzeuge immer mehr Technik im Inneren aufweisen hat in der Praxis gleich eine Vielzahl an Gründen. So können Assistenzsysteme zum Beispiel das Sicherheitsniveau deutlich anheben. Beispielsweise senken Technologien wie Brems- und Spurhalteassistenten massiv das Unfallrisiko. Ein weiterer Grund für die steigende Anzahl an Assistenzsystemen ist die Verbesserung der Fahrzeugeffizienz. Mit der Hilfe von digitalen Steuerungssystemen lässt sich nicht nur die Leistung optimieren, sondern gleichzeitig auch der Verbrauch reduzieren. Selbstverständlich ist auch der gesteigerte Komfort eine Ursache für die große Verbreitung von Assistenzsystemen. So sind Systeme wie Berganfahrhilfen, Einparkassistenten und Verkehrszeichenerkennung für viele Kunden heute ein ausschlaggebendes Kaufargument. Auf diese Weise kommt den Fahrassistenzsystemen ebenfalls aus absatzpolitischer Sicht eine wichtige Bedeutung zu.

Welche Assistenzsysteme sind heute besonders weit verbreitet?

Zu den mit Abstand am weitesten verbreiteten Assistenzsystemen gehören elektronische Stabilisierungsprogramme (ESP) und Antiblockiersysteme (ABS). So müssen seit November 2014 alle Neufahrzeuge bis 3,5 Tonnen über ESP verfügen. Auch Bremsassistenten und Reifendruckkontrollsysteme werden heute standardmäßig in einer Vielzahl von Fahrzeugen verbaut. Neben den genannten Assistenzsystemen wächst auch die Anzahl an Fernlichtassistenten und Abstandsregeltempomaten immer weiter an. In Zukunft soll vor allem die Zahl der Fahrassistenten zunehmen, welche kurzzeitig die Fahrzeugführung übernehmen können. Am Ende dieser Entwicklung könnte dann das vollständig autonome Fahrzeug stehen.

Was sind die Vor- und Nachteile von Fahrassistenzsystemen?

Eines der größten Argumente für Assistenzsysteme ist die Vermeidung von Unfällen. So zeigt die Praxis, dass ein Großteil der Unfälle auf menschliches Fehlverhalten zurückgeführt werden kann. Technische Assistenten können schon heute Unfälle dieser Art durch gezieltes Eingreifen unterbinden bzw. das Ausmaß der Schäden drastisch eingrenzen. Allein für ESP Systeme in PKWs gibt die Unfallforschung für Versicherer ein Nutzenpotenzial von 25 bis 35 Prozent an. Ein Nachteil von Assistenzsystemen geht aus der Tatsache hervor, dass die Technik dem Fahrer immer mehr Aufgaben abnimmt. Dies kann dazu führen, dass sich bestimmte Fähigkeiten zum Führen eines Fahrzeuges verschlechtern. Außerdem kann die Aufmerksamkeit für den Straßenverkehr durch die Nutzung von Assistenzsysteme deutlich abnehmen.

Wie werden Fahrassistenzsysteme von Kunden bewertet?

Unterstützende Systeme wie beispielsweise Assistenten mit speziellen Ultraschall-Abstandssensoren für Einparkhilfen genießen im Allgemeinen ein sehr hohes Ansehen. Besonders wenn die Systeme die Sicherheit erhöhen oder den Komfort deutlich anheben, sind sie bei Kunden beliebt. Anders sieht es allerdings aus, wenn Systeme wie zum Beispiel Aufmerksamkeits-Assistenten nicht korrekt funktionieren. So werden unpräzise Warnungen von Fahrerzustands- bzw. Müdigkeitserkennungssystemen in vielen Fällen als störend empfunden. Auch Reifendruckkontrollsysteme sind aufgrund ihrer Fehleranfälligkeit einigen Kunden ein Dorn im Auge. So kommt es auch bei Neufahrzeugen immer wieder vor, dass die Systeme Warnungen herausgeben, obwohl der Reifendruck einen optimalen Wert aufweist.

Fazit: Was gibt es abschließend zum Thema zu sagen?

Die steigende Anzahl an Fahrassistenzsystemen ist grundsätzlich eine positive Entwicklung, da sie sowohl die Sicherheit als auch den Komfort deutlich anheben. Aufgrund des großen Nutzens ist auch in Zukunft mit einer deutlichen Zunahme an Assistenzsystemen in Fahrzeugen zu rechnen. Weiterhin wird in den kommenden Jahren ebenfalls die Effizienz bestehender Systeme kontinuierlich verbessert. Bis zu einer vollständigen Automatisierung von Fahrzeugen dürfte es allerdings noch einige Zeit dauern.

Der Artikel "Assistenzsysteme: Welche Chance und Risiken bergen sei für Autofahrer?" wurde am 10.07.2019 in der Kategorie Ratgeber von Redaktion mit den Stichwörtern Assistenzsysteme: Welche Chance und Risiken bergen sei für Autofahrer?, Tipp & Infos, veröffentlicht.

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