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Was genau ist ein Fahrtenschreiber?

22. Mai 2019
Redaktion
Was genau ist ein Fahrtenschreiber?
@ Schwoaze (CC0-Lizenz)/ pixabay.com
Bei einem Fahrtenschreiber handelt es sich um ein Instrument, damit über einen bestimmten Zeitraum die Lenk- wie auch Ruhezeiten, die gefahrenen Kilometer, etwaige Unterbrechungen und auch die Geschwindigkeiten des Fahrzeuges aufgezeichnet werden können.

Daten können beispielsweise bei der Klärung von Unfällen helfen

Mit einem Tachograph, der auch als Fahrtenschreiber bezeichnet wird, kann man etwa in Erfahrung bringen, wie viele Kilometer der LKW gefahren ist, ob etwaige Ruhezeiten eingehalten wurden und wie hoch die durchschnittliche Geschwindigkeit war. Aber Fahrtenschreiber sind nicht nur für LKWs interessant, sondern auch relevant für Busse und auch für gewerblich geführte Fahrzeuge, sofern hier ein bestimmtes Gewicht überschritten wird.

Der Tachograph ist also eine Art Fahrtenbuch, das alle relevanten Daten aufzeichnet. Kommt es etwa zu einem Unfall oder besteht der Verdacht einer Gesetzesübertretung, so kann der Polizeibeamte sodann die Daten vom Fahrtenschreiber auslesen. So kann etwa festgestellt werden, ob der Fahrer zu schnell unterwegs war oder mitunter Ruhezeiten nicht eingehalten wurden.

Informationen über Ruhe- und Lenkzeiten, über gefahrene Strecken und Geschwindigkeiten

Zudem werden neben den Ruhe- wie auch Lenkzeiten auch die gefahrenen Strecken gespeichert. Durch die GPS-Navigation ist es so möglich, dass man in Erfahrung bringen kann, in welchem Zeitraum welche Strecke zurückgelegt wurde. Das bedeutet, dass der digitale Fahrtenschreiber eine umfangreiche Überprüfung ermöglicht - werden die Daten am Ende ausgelesen, so kann problemlos in Erfahrung gebracht werden, wo und wie mit dem LKW oder Bus gefahren wurde. Zudem können so auch problemlos die Berufskraftfahrer überprüft werden, die eine bestimmte Ruhezeit einhalten müssen.

Jedoch können nicht nur die Polizeibeamten die Daten abrufen; digitale Fahrtenschreiber werden auch immer wieder von anderen Kontrollbehörden ausgelesen. Das können etwa Beamte des Bundesministeriums für Güterverkehr oder auch Mitarbeiter der Zollbehörde sein.

Daten werden für ein Jahr gespeichert

Bei einem digitalen Fahrtenschreiber werden die gesammelten Daten für 365 Tage in einem versiegelten Speichermodul aufbewahrt. Auf der Chipkarte, die der Fahrer verwendet, werden nur die letzten 28 Tage gespeichert. Alle Daten, ganz egal, ob auf dem Speichermodul oder auf der Chipkarte, können von Seiten der Behörden ausgelesen werden.

Zu Fahrtbeginn muss sich der Fahrer mit der Chipkarte anmelden. Er muss keinen Abfahrts- und auch keinen Zielort eingeben, jedoch das Land, in dem seine Fahrt beginnt. Damit Manipulationen verhindert werden können, ist die Verwendung der Chipkarte nur möglich, sofern das Fahrzeug steht.

Unternehmen muss die ausgelesenen Daten archivieren

Innerhalb bestimmter Speicherzeiträume muss der Betrieb dann die Fahrerdaten wie auch die Unternehmensdaten auslesen. Die Daten, die nach dem Auslesevorgang zur Verfügung stehen, werden dann als Rohdaten archiviert. Ein Unternehmen hat die Möglichkeit, die Rohdaten für den Eigengebrauch auszuwerten.

Das komplizierte Verfahren wird übrigens durch eine spezielle Software vereinfacht. Mit der Software werden die gesamten Vorgaben, die von Seiten des Gesetzgebers vorgeschrieben sind, abgearbeitet. Hier gibt die Software ein Muster vor, nach dem sodann die Archivierung der Daten erfolgen muss.

Der Artikel "Was genau ist ein Fahrtenschreiber?" wurde am 22.05.2019 in der Kategorie Ratgeber von Redaktion mit den Stichwörtern Was genau ist ein Fahrtenschreiber?, Tipp & Infos, veröffentlicht.

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