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Mitsubishi Space Star: Munter und geräumig

29. April 2019, 09:07 Uhr
Wolfgang Bernhard 5
5Mitsubishi Space Star: Munter und geräumig
mid Groß-Gerau - Der Mitsubishi Space Star gehört längst zu den festen Größen im kleinen Segment. Mitsubishi
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Er gehört bei uns längst zum gewohnten Straßenbild: Der Mitsubishi Space Star. In der Klasse der Kleinstwagen ist er mit inzwischen rund sechs Jahren Laufzeit eine bewährte Größe. Einmal, weil er vergleichsweise sehr geräumig ist. Und dann hat ihn Mitsubishi ja auch über die Jahre weg immer wieder aktualisiert. Mit durchaus positiven Auswirkungen.


Er gehört bei uns längst zum gewohnten Straßenbild: Der Mitsubishi Space Star. In der Klasse der Kleinstwagen ist er mit inzwischen rund sechs Jahren Laufzeit eine bewährte Größe. Einmal, weil er vergleichsweise sehr geräumig ist. Und dann hat ihn Mitsubishi ja auch über die Jahre weg immer wieder aktualisiert. Mit durchaus positiven Auswirkungen.

Der Testwagen des Motor-Informations-Dienstes (mid) jedenfalls ließ angesichts seiner Komplett-Ausstattung Gedanken an Verzicht im Mini-Segment erst gar nicht aufkommen. In seine nur 3,80 laufenden Meter war so ziemlich alles reingepackt, was die Japaner für den Space Star zu bieten haben. Schließlich rollte er in der Ausstattungsversion Top und mit dem zusätzlichen Extra-Paket für 1.100 Euro an, das etwa 15 Zoll große Leichtmetallfelgen, Bi-Xenon-Scheinwerfer, DAB+-Radio, LED-Blinkleuchten in den Außenspiegeln, LED-Standlicht, Klimaautomatik, Nebelscheinwerfer und ein Smart-Key-System samt Start-Stopp-Knopf enthält. Noch Fragen?

Positiv kommt überdies hinzu, dass beim letzten Facelift des Kleinen nicht nur das Exterieur deutlich schicker wurde. Auch innen legten die Gestalter Hand an und packten etwa Chrom- und Klavierlack-Applikationen am Multifunktions-Lederlenkrad, besser ablesbare Instrumente und ein höher auflösendes Display hinein - das wirkt alles ziemlich erwachsen und gar nicht mehr kleinwagenmäßig.

Dazu kommen die langstreckentauglichen Vordersitze und das im Verhältnis zur Gesamtgröße des Japaners gute Platzangebot für zwei und das noch ziemlich gute für drei Passagiere auf der Rückbank. Der Platz für die Ellbogen und über dem Kopf ist ordentlich bemessen, Beklemmungen sind kein Thema. Der gewohnt variable Kofferraum ist mit 209 bis 881 Liter Fassungsvermögen für die Kleinstwagenklasse in Ordnung. Und die Bedienung ist so, wie man sie sich wünscht: auf Anhieb verständlich und einfach.

Angetrieben wurde der mid-Testwagen vom stärkeren der zwei angebotenen Dreizylinder-Benzinern, der es aus 1,2 Liter Hubraum auf 80 PS bringt. Der Motor läuft schön rund, produziert den typischen Dreier-Sound und ermöglicht für ein Auto dieser Größe völlig ausreichende Fahrleistungen. Mit etwas Geduld lässt sich auf der Autobahn auch die Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h erreichen, auf 100 ist der Space Star in 12,7 Sekunden. Das Fünfgang-Schaltgetriebe ist passend zur Motor-Charakteristik abgestimmt.

Dabei zeigte sich der Proband im Test auffallend genügsam - mit 5,2 Liter Super je 100 Kilometer lag er nur knapp über den Angaben für den Normverbrauch. Auch noch wichtig: Die 2019er Modelle sind längst auf die ab September dieses Jahres geltende Euro 6d-Temp-Abgasnorm ausgelegt.

Und wie fährt er sich, der Bonsai-Asiate? Abgesehen von der etwas zu soft ausgelegten Lenkung gibt es beim Space Star nichts zu kritteln. Er lässt sich sicher und gerne auch munter durch Kurven zirkeln, bietet standesgemäßen Komfort und bleibt bei mittleren Drehzahlen auch akustisch sehr zurückhaltend. Sehr angenehm ist im Alltag der Wendekreis von nur 9,2 Meter - das hilft beim Geschlängel in der Stadt genauso wie beim Einparken. Nicht nur Damen werden die Sitzheizung zu schätzen wissen. Und angenehme Zutaten wie Regensensor, Tempoautomatik oder die sehr effektive Berganfahrhilfe sorgen dafür, dass sich die Passagiere gar nicht wie in einem Kleinstwagen fühlen.

Die Preisliste für den Space Star beginnt bei marketingbedingten 9.990 Euro, die getestete 1,2 Liter-Version in der Ausstattungslinie Top kostet ab 14.290 Euro, als Extras hat Mitsubishi noch die Metallic-Lackierung (490 Euro) und das installierte Extra-Paket für 1.100 Euro zu bieten.

Fazit: Der Mitsubishi Space Star ist ein angenehmer Begleiter durch den Autoalltag, speziell im Stadtverkehr fährt er sich Sympathie-Punkte ein, enttäuscht aber auch nicht auf der längeren Tour.

Jutta Bernhard / mid

Technische Daten Mitsubishi Space Star 1.2 MIVEC ClearTec Top:

Fünftüriger und fünfsitziger Kleinstwagen, Länge/Breite (o. Spiegel)/Höhe/Radstand in Millimetern: 3.795/1.665/1.505/2.450, Leergewicht (inkl. Extra-Paket): 997 kg, zul. Gesamtgewicht: 1.370 kg, Zuladung: Gepäckraum: 235 bis 881 l, Wendekreis: 9,20 m, Anhängelast gebremst/ungebremst: 200/100 kg, Tankinhalt: 35 l, Preis: ab 14.290 Euro.

Antrieb: Dreizylinder-Benziner, Hubraum: 1.193 Kubik, Leistung: 59 kW/80 PS bei 6.000 U/min, max. Drehmoment: 106 Nm bei 4.000 U/min, Kraftübertragung: Fünfgang-Schaltgetriebe, 0 - 100 km/h: 12,7 s, Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h, Normverbrauch kombiniert: 5,0 l/100km, CO2-Ausstoß kombiniert: 114 g/km, Abgasnorm: Euro 6d-Temp.

Der Artikel "Mitsubishi Space Star: Munter und geräumig" wurde am 29.04.2019 in der Kategorie Fahrbericht von Wolfgang Bernhard mit den Stichwörtern Auto, Test, Fahrbericht, Kleinwagen, Test-Bericht, Pressevorstellung, Test, Bericht, Kurztest, Vorstellung veröffentlicht.

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