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ADAC-Pannenstatistik: Immer mehr Elektrikschäden

23. April 2019, 12:52 Uhr
Ralf Loweg
ADAC-Pannenstatistik: Immer mehr Elektrikschäden
mid Groß-Gerau - Pannenstatistik: Die Zahl der Elektrikschäden bei Autos hat im Laufe der Jahre drastisch zugenommen. ADAC
Autos sind immer mehr als rollende Computer unterwegs. Sie sind vernetzt, können kommunizieren und bieten Fahrern und Insassen mit zahlreichen Assistenzsystemen einen deutlich besseren Schutz als noch vor Jahren. Doch die ganze Elektronik hat auch ihre Tücken, wie die aktuelle Pannen-Statistik des ADAC verdeutlicht.


Autos sind immer mehr als rollende Computer unterwegs. Sie sind vernetzt, können kommunizieren und bieten Fahrern und Insassen mit zahlreichen Assistenzsystemen einen deutlich besseren Schutz als noch vor Jahren. Doch die ganze Elektronik hat auch ihre Tücken, wie die aktuelle Pannenstatistik des ADAC zeigt. 2018 machte die Elektrik demnach 52,1 Prozent aller Pannen aus. Davon entfielen 42 Prozent auf die Batterie. Zum Vergleich: 1998 war die Elektrik lediglich für 31,3 Prozent der Pannen verantwortlich.

Zurückgegangen ist hingegen die Zahl der Pannen, die das Motor-Management betreffen. Dazu zählen Einspritzung, Sensorik und Zündung. Während 1998 noch 32,5 Prozent der Pannen aus diesem Bereich kamen, waren es 2018 nur noch 19 Prozent. Der Grund: Die Technik hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert, so dass es hier seltener zu Ausfällen kommt.

Bei den in der aktuellen Auswertung untersuchten Modellen erwiesen sich die BMW 1er- und 3er-Reihe als besonders zuverlässig. Alle Baujahre der Reihen gehörten zu den 15 Prozent der Modelle, die am besten abschnitten. Ebenfalls wenig anfällig: die BMW 2er, 4er, X1 und der Mitsubishi Colt.

Was negativ auffiel: Mehrere Modelle zeigten für bestimmte Baujahre besondere Schwächen. Auffällig waren der 2009er-Ford S-Max mit einer Pannenhäufigkeit von 113 pro 1.000 Fahrzeugen. Bei vergleichsweise neuen Modellen erwies sich der Nissan Qashqai (Baujahre 2015 und 2016) als Problemfall: Werte von 30 beziehungsweise 40 Pannen je 1.000 Fahrzeugen liegen ein Vielfaches über der Pannenhäufigkeit gleich alter Modelle anderer Hersteller.

Da der Bestand an Elektroautos auf deutschen Straßen relativ überschaubar ist, hält sich das Pannenvolumen in diesem Segment in Grenzen: 400 mal kam die ADAC-Straßenwacht 2018 Fahrern von liegengebliebenen E-Fahrzeugen zu Hilfe.

Der Artikel "ADAC-Pannenstatistik: Immer mehr Elektrikschäden" wurde am 23.04.2019 in der Kategorie News von Ralf Loweg mit den Stichwörtern Auto, Pannenstatistik, Elektronik, Batterien, News, veröffentlicht.

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