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Geben die Ergebnisse des Klimagipfels der E-Mobility einen Schub?

20. Dezember 2018, 15:02 Uhr
pr-gateway
Geben die Ergebnisse des Klimagipfels der E-Mobility einen Schub?
Geben die Ergebnisse des Klimagipfels der E-Mobility einen Schub?
Der Klimagipfel im polnischen Kattowitz mit mehr als 200 teilnehmenden Parteien ist beendet.

Der Klimagipfel im polnischen Kattowitz mit mehr als 200 teilnehmenden Parteien ist beendet. Nach nächtelangen Verhandlungen, Diskussionen und Gesprächen trafen sich am vergangenen Wochenende die mehreren hundert Teilnehmer zu einer Abschlusskundgebung, auf der die Ergebnisse präsentiert wurden. Das vorgestellte Paket beinhaltet insbesondere die folgenden Schüsselkomponenten. Zum einen wurde eine Vereinbarung zur Transparenz zwischen den Ländern bei der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen getroffen sowie dazu, wie Informationen erhoben und bereitgestellt werden. Dazu zählen auch gemeinsame und standardisierte Messmethoden bei der Umsetzung nationaler Pläne zur Senkung von Emissionen. Hierzu wurde festgelegt, dass alle bisherigen Maßnahmen im Jahr 2023 einer Prüfung unterzogen werden. Zum anderen wurde die Finanzierung von Maßnahmen in weniger entwickelten Ländern durch die großen Industrienationen neu geregelt.

"Kattowitz hat gezeigt, dass der Klimaschutz nicht etwa ein Projekt einiger weniger reicher Nationen ist, sondern weltweit als Schlüssel erkannt wurde, der über unser Fortbestehen auf dieser Erde entscheiden wird. Besonders wichtig ist daher der Beschluss, ärmere und weniger entwickelte Länder bei der Umsetzung wichtiger Maßnahmen finanziell zu unterstützen", fasst Dietrich Sümmermann, E-Mobility-Experte bei der Share&Charge Foundation, zusammen. Trotzdem sieht er noch weiteren Handlungsbedarf: "Bei dem wichtigen Thema des Emissionshandels konnten sich die Teilnehmer der Konferenz nicht zu einer Entscheidung durchringen. Zwar hat die EU beschlossen, dass die Zahl der CO2-Zertifikate ab 2020 jährlich weiter sinken soll, allerdings löst das ja nicht das grundlegende Problem. Solange besonders fortschrittliche Staaten ihren verbleibenden Schadstoffausstoß an weniger grüne Länder verkaufen können, die nur so die vereinbarten Maximalmengen einhalten können, entsteht immer ein verzerrtes Bild der Fortschritte beim Klimaschutz und schwarze Schafe können sich in der Masse tarnen."

Neben diesen grundlegenden Punkten zum Klimaschutz stand ein weiteres Thema auf der Agenda. Bereits vor dem eigentlichen Beginn der Klimakonferenz stellten Polen als Gastgeber zusammen mit Großbritannien eine neue Initiative zur Förderung der E-Mobilität vor. Unter dem Titel "Driving Change Together: Kattowice Partnership for Electromobility" haben sich bereits 38 Länder von fünf Kontinenten und 1.200 Unternehmen und internationale Organisationen zusammengeschlossen, um den Austausch und die Entwicklung der Elektromobilität zu fördern. "Das ist ein klares Bekenntnis dazu, dass hier die Zukunft der Fortbewegung liegt", freut sich Sümmerman, dem besonders dieses Thema am Herzen liegt. "Die Zahl der Transportmittel weltweit nimmt im Zuge der Globalisierung immer mehr zu. Zusammengenommen macht dieses Feld rund ein Viertel des jährlichen Schadstoffausstoßes aus. Die rund eine Milliarde PKW tragen dazu natürlich ihren Teil bei und insbesondere hier gehen Schätzungen davon aus, dass sich diese Zahl in den nächsten 20 Jahren verdoppeln wird. Umso wichtiger ist es, schnellstmöglich Alternativen zum Verbrennungsmotor auf die Straßen zu bringen", so der Experte.

Und tatsächlich stimmen die vergangenen Jahre hier positiv, denn die Entwicklung der Elektromobilität schreitet voran. Neue Akkus mit größerer Reichweite und kürzeren Ladezeiten machen den Umstieg attraktiver und strengere Vorgaben beim Feinstaub- und CO2-Ausstoß zwingen die Autobauer, neue Technologien zu entwickeln. "All das wird der E-Mobility in den kommenden Jahren einen echten Schub nach vorne geben. Doch bei aller Freude über diese Entwicklung sollte man die Probleme nicht vergessen, die damit einhergehen. Denn mehr Elektrofahrzeuge bedeuten auch einen stark gestiegenen Strombedarf und eine weitaus höhere Belastung für die Stromnetze", mahnt Sümmermann. Hier sehen auch die Initiatoren der neuen Initiative eine der größten Herausforderungen, denn der Mehrbedarf an Strom sollte nicht aus fossilen Quellen gewonnen werden. "Hier sind massive Investitionen nötig, um eine stabile Stromversorgung rein aus erneuerbaren Energien sicherzustellen", erklärt der Experte und fügt hinzu: "Und nicht nur das, denn auch die Vernetzung, Erreichbarkeit und besonders die Praktikabilität spielen für die Akzeptanz der Elektrofahrzeuge in der Bevölkerung eine immense Rolle. Solange die Ladeinfrastruktur ein wahrer Flickenteppich aus unterschiedlichen Systemen und Anbietern bleibt, werden Fahrer von Elektrofahrzeugen immer wieder vor Probleme gestellt, die mit einem einheitlichen System wie dem Share&Charge-Protokoll ganz einfach vermieden werden könnten."

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Dietrich Sümmermann
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dietrich@shareandcharge.com
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