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Fahren mit Anhänger: Diese Sicherheitstipps sind im Herbst und Winter wichtig

9. November 2018
Redaktion
Fahren mit Anhänger: Diese Sicherheitstipps sind im Herbst und Winter wichtig
@ garygee (CC0-Lizenz)/ pixabay.com
Gebrauchtwagen sind naturgemäß stärker von Verschleiß betroffen als Neuwagen. Wer einen älteren Wagen kaufen möchte oder demnächst zum TÜV muss, sollte den Wagen auf Herz und Nieren überprüfen.

Ganz gleich, ob es mit dem Wohnwagen in den Urlaub oder mit dem Hab und Gut auf dem Anhänger in eine neue Wohnung geht: Eine Fahrt mit Anhänger hat immer ihre Tücken. Das gilt umso mehr im Winter, wenn die Straßen glatt oder verschneit sind. Unser Artikel gibt einen ßberblick über die wichtigsten Sicherheitstipps und verrät, worauf es bei einer Fahrt mit Anhänger im Winter ankommt.

Sicher ankuppeln und Beleuchtung am besten doppelt checken!

Eine sichere Fahrt mit Gespann beginnt - nicht nur im Winter - mit dem sachgemäßen Ankuppeln. Dafür ist es zuallererst erforderlich, eine mit dem Zugfahrzeug kompatible Anhängerkupplung zu kaufen und diese fachgerecht zu montieren. Außer im Fachhandel findet man passende Anhängerkupplungen inzwischen auch online, zum Beispiel bei Rameder. Nach dem Ankuppeln gilt es, die Elektrik und die Beleuchtung zu überprüfen. Gerade im Winter und Herbst steigt bei schlechter Sicht das Risiko für Unfälle, die auf unzureichende oder defekte Beleuchtung zurückzuführen sind. Das Risiko, übersehen zu werden, lässt sich jedoch durch eine sorgfältige ßberprüfung der Lichter und Blinker am Anhänger und Zugfahrzeug deutlich reduzieren.

Was ist bei der Bereifung und Ausrüstung zu beachten?

Doch nicht nur die schlechteren Sichtverhältnisse stellen im Winter ein Sicherheitsrisiko dar; nasse oder vereiste Straßen können die Fahrt schnell zur Rutschpartie machen. In Deutschland gilt daher eine situative Winterreifenpflicht, was bedeutet, dass man bei Schnee und Glätte nicht mit Sommerreifen unterwegs sein darf. Dieses Gesetz betrifft bei Fahrten im Gespann allerdings nur das Zugfahrzeug. Trotzdem rät der ADAC in seinen FAQs zu Winterreifen aus Sicherheitsgründen dazu, "auch Anhänger mit Winterreifen auszurüsten". Denn auch der Anhänger gewinnt durch Winterreifen in Kurven und beim Bremsen deutlich an Grip. Wie gravierend die Folgen sein können, erklärt das Camping-Magazin Caravaning am Beispiel eines Wohnwagens: "Blockieren die Caravanräder auf Schnee, übertragen sie kaum mehr Seitenführungskräfte. Je nach Fahrbahnneigung rutscht der Caravan nach links oder rechts - mit eventuell drastischen Folgen." In alpinen Regionen kann es sogar nötig sein, auch den Anhänger mit Schneeketten auszurüsten. Sind Schneefälle zu erwarten, sollte man die Ausrüstung um Sand und eine Schaufel ergänzen. Bleibt das Gespann einmal stecken, lässt es sich damit in vielen Fällen wieder freischaufeln.

Sichere Fahrt auch im Winter: Geschwindigkeit reduzieren ist das A und O!

Auch bei der Fahrt selbst sind einige grundlegende Sicherheitstipps zu beachten. An erster Stelle steht eine moderate Geschwindigkeit. Egal, ob bei Nebel oder Glätte: Ein deutlich größerer Sicherheitsabstand und eine reduzierte Geschwindigkeit erhöhen die Sicherheit. Bei Glätte bricht der Anhänger schneller aus, was fatale Folgen haben kann. Auch der Bremsweg ist deutlich verlängert. Bei Nebel gilt ohnehin eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h, wenn die Sicht weniger als 50 Meter beträgt. Laut ADAC gab es 2017 242 Unfälle durch Nebel. Diese Gefahr ist also nicht zu unterschätzen!

Auch sollte man Vorkehrungen für die Sicherheit der Ladung treffen: Eine sorgfältige Befestigung des gesamten Transportguts ist essenziell. Wer sich im Schnee festgefahren hat, kann durch kluges Umpacken der Ladung vor bzw. hinter die Anhängerachse (je nachdem, ob ein Front- oder Heckantrieb vorhanden ist) dem Gespann unter Umständen den nötigen Grip zur Weiterfahrt verleihen. Aber Achtung: Die ursprüngliche gleichmäßige Verteilung sollte man anschließend sofort wiederherstellen, wie dieser Artikel zu dem Thema betont

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