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Skoda Kodiaq Scout: Mehr Gelände wagen

18. Oktober 2018, 10:38 Uhr
Rudolf Huber 6
6Skoda Kodiaq Scout: Mehr Gelände wagen
mid Groß-Gerau - Der Skoda Kodiaq kann auch Offroad: In der Version Scout ist er mit einem silberfarbenen Unterfahrschutz ausgestattet. Skoda
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Viele SUV-Modelle der letzten Jahre bieten bekanntermaßen mehr Schein als Sein. Sie gaukeln durch ihren recht martialischen Auftritt vor, für jede Schlammschlacht im groben Gelände gerüstet zu sein. Dabei ist es mit ihren Offroad-Fähigkeiten oft nicht weit her. Beim Skoda Kodiaq Scout ist das anders.


Viele SUV-Modelle der letzten Jahre bieten bekanntermaßen mehr Schein als Sein. Sie gaukeln durch ihren recht martialischen Auftritt vor, für jede Schlammschlacht im groben Gelände gerüstet zu sein. Dabei ist es mit ihren Offroad-Fähigkeiten oft nicht weit her. Beim Skoda Kodiaq Scout ist das anders. Der ist nicht nur optisch, sondern auch in der Realität der Typ für Ausflüge abseits geteerter Wege. Nicht gerade ein Hardcore-Profi. Aber ein sehr begabter Amateur, mit dem man auch mal mehr Gelände wagen kann.

Das zeigt sich schon daran, dass der tschechische Pfadfinder grundsätzlich mit Kraft auf alle vier seiner 19-Zöller ausgeliefert wird. Typisch für ihn sind silberne Designelemente an Kühlergrill, Außenspiegelgehäuse und an den Einfassungen der Seitenscheiben. Die Heckscheibe und die hinteren Seitenscheiben sind dunkel getönt. Der Unterfahrschutz und eine praktische Dachreling betonen den robusten Offroad-Charakter. Innendrin sorgen Zierleisten in Holzdekor auf Armaturenbrett und Türen für eine naturverbundene Atmosphäre. Und auf dem Infotainmentsystem sind neben den Angaben für Öl- und Kühlwassertemperatur auch der Lenkwinkel, ein Kompass und ein Höhenmesser abzulesen. Der Scout-Pilot ist also gut präpariert, wenn es schräg, nass oder uneben wird - und wenn es hoch hinausgeht.

Dass das Skoda-SUV ordentlich was wegstecken kann und auch in schwierigen Situationen nicht so schnell aufgibt, bewies er diesen Sommer beim Skoda Euro Trek 2018 in den unerforschten Weiten zwischen Bulgarien und Mazedonien. "Ob aufgeweichte Waldwege mit tiefen Spurrillen oder staubige und steinige Gebirgsstrecken - der Kodiaq Scout erweist sich als treuer Begleiter, der sich durch nichts so schnell stoppen lässt", attestierte der mid-Kollege. Der Vollständigkeit halber: 194 Millimeter beträgt die Bodenfreiheit, der Rampenwinkel liegt bei 19,7 Grad, die Böschungswinkel bei 22,0 und 23,1 Grad.

Verzicht muss niemand üben, der sich mit dem Kodiaq Scout auf Tour begibt. So gehören etwa Parksensoren vorne und hinten, die Pedalerie im Edelstahldesign und Alcantara-Sitzbezüge zum Serienstandard, ebenso die Fahrprofilauswahl und der Offroad-Assistent. Berganfahrassistent, Fahrlichtassistent und Regensensor, Zwei-Zonen-Klimaanlage, elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel mit integrierten Seitenblinkern, Tempomat oder Soundanlage mit DAB+ und 6,5 Zoll großem Touchdisplay - das alles und noch eine ganze Reihe weiterer Nettigkeiten ist schon drin.

Angenehm auch: Platz gibt es im großen Skoda-SUV reichlich. Immerhin ist man ja mit einem Gefährt der 4,7-Meter-Klasse unterwegs, das zwischen 650 und 2.065 Liter Gepäck schlucken und bis zu 1.600 Kilo schwere Hänger an den Haken nehmen kann. Anhand der Anhängelast wird klar, dass der Testwagen mit dem bekannten 1,4-Liter-TSI aus dem VW-Konzern ausgestattet ist, der 110 kW/150 PS leistet und mit dem aus vielen Konzernmodellen bekannten DSG gekoppelt ist. Zusammen mit dem Allradantrieb sorgen sie für eine angenehme Art der Fortbewegung. Ist das kleine Leistungstief bis zum Einsetzen des Laders verstrichen, geht es trotz des überschaubaren Hubraums und des Gewichts von mindestens 1.546 Kilo zügig voran. 9,6 Sekunden, 198 km/h - das sind die durchaus vorzeigbaren Werte für Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit. Der Verbrauch ist wie bei allen kleinen Turbobenzinern extrem stark von der Fahrweise abhängig. Wer sich am Gaspedal zurückhält, kann fast den Normwert von 7,1 Liter pro 100 Kilometer schaffen. Wer es auf der Autobahn fliegen lässt, kommt locker in den zweistelligen Bereich.

Fahrwerk und Lenkung passen gut zum Charakter des Kodiaq Scout. Die Rückmeldung an den Fahrer ist angenehm direkt, die Federung bügelt die gröbsten Gemeinheiten aus, ohne auch nur im Ansatz schwammig zu wirken. Das ergibt zusammen mit den straff gepolsterten und langstreckentauglichen Sitzen eine enge Verbindung zwischen Mensch und Maschine. 37.250 Euro verlangt Skoda für seinen Großen im Geländelook - das ist angesichts seines Formats und seiner Ausstattung ein faires Angebot.

Bianca Burger/ mid, Rudolf Huber / mid

Technische Daten Skoda Kodiaq Scout 1,4 l TSI 4x4 DSG:

Viertüriges SUV der Mittelklasse mit großer Heckklappe, Länge/Breite/Höhe/Radstand in Millimeter: 4.697/1.882/1.655/2.791, Bodenfreiheit: 187 mm, Kofferraumvolumen: 650 - 2.065 l, Leergewicht: 1.546 kg, max. Zuladung: 650 kg, Tankinhalt: 58 l. Antrieb: Vierzylinder-Turbobenziner, Hubraum: 1.395 ccm, max. Leistung: 110 kW/150 PS bei 5.000 bis 6.000 U/min, max. Drehmoment: 250 Nm bei 1.500 bis 3.500 U/min, 0-100 km/h: 9,6 s, Höchstgeschwindigkeit: 198 km/h, 6-Stufen-Automatikgetriebe (DSG), Normverbrauch: 6,3 l/100 km, CO2-Emission: 143 g/km, Allradantrieb, Preis: ab 37.250 Euro.

Der Artikel "Skoda Kodiaq Scout: Mehr Gelände wagen" wurde am 18.10.2018 in der Kategorie Neuheiten von Rudolf Huber mit den Stichwörtern Auto, Praxistest, Test, SUV, Allrad, Turbolader, Vorstellung, veröffentlicht.

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