Umwelt

ADAC-Test: So schneiden die Rollersharing-Anbieter ab

9. August 2018, 11:23 Uhr
Andreas Reiners
ADAC-Test: So schneiden die Rollersharing-Anbieter ab
mid Groß-Gerau - Der ADAC hat Rollersharing in deutschen Städten auf Herz und Nieren geprüft. ADAC
Kurz suchen, dann buchen und ab auf den e-Roller: Ein neues Angebot bei der Shared-Mobility macht es möglich. Doch wie gut ist Rollersharing eigentlich? Das hat der ADAC unter die Lupe genommen.


Kurz suchen, dann buchen und ab auf den e-Roller: Ein neues Angebot bei der Shared-Mobility macht es möglich. Doch wie gut ist Rollersharing eigentlich? Das hat jetzt der ADAC unter die Lupe genommen. Das Ergebnis des Tests: vier Mal "gut", zwei Mal "ausreichend". Auf Herz und Nieren geprüft wurden emmy (Berlin, Hamburg und München), coup (Berlin), eddy (Düsseldorf) und stella (Stuttgart). Dabei wurden der Leihvorgang, der Roller selbst und die Fahrt gewertet.

Positiv ist die einfache und schnelle Registrierung, daneben waren die e-Roller größtenteils technisch in Ordnung und sauber. Die Kostenstruktur ist ebenso übersichtlich wie die Darstellung des Geschäftsgebiets, innerhalb dessen man den Roller wieder abstellen muss. Am besten funktioniert hat das System eddy in Düsseldorf.

Negativ fällt zum Beispiel die teilweise weite Entfernung zu den Standorten auf, in München sind es im Schnitt 896 Meter, in Stuttgart 661 Meter. Die Selbstbeteiligung im Schadensfall reicht von 150 Euro bei coup bis zu 500 Euro bei stella. Eine Möglichkeit, sie zu senken, gibt es bei keinem Anbieter. Ärgerlich: In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen aller Verleiher finden sich laut ADAC Klauseln, die den Kunden teilweise deutlich benachteiligen, wie die sogenannte "Umkehr der Beweislast", wonach der Kunde im Schadenfall beweisen muss, dass er den Schaden nicht verursacht hat.

Hinzu kommt, dass es bei coup keine Schadenliste gibt, in der Vorschäden zum Abgleich aufgeführt sind. Bei emmy ist die Liste häufig leer, obwohl optische Schäden vorhanden sind. Zu einer Zitterpartie wird die Fahrt auf einem Roller mit einem Akkustand von weniger als 15 Prozent. Laut Aussage der Anbieter sollten solche gar nicht mehr im System sein - was aber in der Realität manchmal anders aussieht.

Generell bemängeln die Tester, dass es bei allen Verleihsystemen zu wenige Informationen zu den Rollern gibt, also zum Beispiel zum Fahrverhalten bei zwei Personen oder bei Nässe, dem Verbot der Nutzung von Kraftfahrstraßen oder über verschiedene Fahrmodi.

Der Artikel "ADAC-Test: So schneiden die Rollersharing-Anbieter ab" wurde am 09.08.2018 in der Kategorie Umwelt von Andreas Reiners mit den Stichwörtern Roller, Elektromobilität, Test, Saisonkennzeichen, Umwelt, veröffentlicht.

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