Ratgeber

Warum macht uns Autofahren Spaß?

18. Dezember 2017
Redaktion
Warum macht uns Autofahren Spaß?
@ Skitterphoto (CC0-Lizenz)/ pixabay.com
Auch wenn viele Autobesitzer eine komfortable Innenausstattung, ein ansprechendes Design und praktische Gadgets zu schätzen wissen, ist es vor allem das Fahren an sich, das uns ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Denn das Gefühl zu erleben, eine Maschine zu befehligen, die sich wie eine Verlängerung unseres Körpers anfühlt, ist einfach großartig.

Autofahren kann ein echtes ßrgernis sein: Morgens im Berufsverkehr im Stau feststecken, auf der Autobahn dem ermüdenden Tunnelblick widerstehen und in der Innenstadt ewig nach einem Parkplatz suchen - eine echte Tortur! Doch wie wir wissen, können Autos auch das schönste Hobby der Welt sein. Die Faszination Fahren beginnt für viele schon im Kindesalter, mit Spielzeugautos auf der Carrera-Bahn oder der selbst gebauten Seifenkiste auf dem Hang. Als Erwachsene bewahren wir uns diese Begeisterung, wir gucken im Fernsehen Formel 1 und Top Gear oder brettern im Rahmen eines Fahrsicherheitstrainings oder Driving Events selbst durch Schlamm, Schnee und Staub. Aber was genau ist es, das Fahren zu solch einem Vergnügen macht?

Fast jedem kommen bei dieser Frage zuerst die Stichworte "Beschleunigung" und "Geschwindigkeit" in den Sinn. Aber eine kurze Null-auf-Hundert-Zeit ist lange nicht alles, vor allem dann nicht, wenn es dem Wagen an anderer Stelle mangelt. Wichtige Fun-Faktoren sind zum Beispiel Agilität und Gewandtheit. Trotz Leichtbauweise sind Automobile schließlich immer noch tonnenschwere Gerätschaften. Und so wie es einem kleinen Wunder gleicht, dass Flugzeuge vom Boden abheben, so ist es aufregend, wenn ein Auto blitzschnell die Richtung ändern kann. Eine gute Achsen-Balance und ein zentrierter Schwerpunkt sind der Schlüssel dafür, wie etwa der neue Suzuki Swift beweist.

Das merkt man beim Steuern auch sofort: Reagiert der Wagen prompt und ohne viel Kraftaufwand auf die Bewegung des Lenkrads, haben wir das Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben. Solange das Verhalten der Maschine vorhersehbar ist, fühlen wir uns sicher und können ungetrübten Fahrspaß genießen.

Wenn man nicht gerade im Feierabendverkehr dahintuckert, sind g-Kräfte ein weiterer Spaßgarant. Das Phänomen der Erdbeschleunigung erleben die meisten Menschen im Alltag äußerst selten - sofern sie nicht gerade in einer Achterbahn oder einer anderen Jahrmarktsattraktion sitzen, die den Adrenalinspiegel in die Höhe treibt. Aus diesem Grund empfinden wir es als ausgesprochen aufregend, scharf anzufahren oder durch enge Kurven zu düsen. Der Vorteil gegenüber einer Achterbahn besteht dabei darin, dass wir im Auto die Kontrolle haben und damit selbst bestimmen können, wann und wie viel "g" wir erfahren wollen.

Auch der Sound ist ein stimulierender Faktor: Das tiefe Aufheulen eines starken PS-Monsters beschleunigt den Herzschlag, während das konstant sanfte Brummen eines modernen Motors unsere Nerven beruhigt - nicht umsonst gleiten viele Beifahrer (vor allem Kinder) auf einer längeren Autofahrt gerne mal ins Land der Träume hinüber. Der Fahrer muss hingegen voll konzentriert sein und gerät dabei nicht selten in einen tranceartigen Zustand, den der Autor Geoffrey Underwood als "highway hypnosis" (zu Deutsch: "Autobahn-Hypnose") bezeichnet: Die sich ständig wiederholenden audiovisuellen Eindrücke - zum Beispiel der stetig vorbeiziehende Mittelstreifen oder das Rauschen des Fahrtwindes - lassen unser Gehirn auf Autopilot schalten: Wir kommen in einen Flow.

Und dies ist letztlich der Inbegriff von Spaß in jeglicher Form: Wir vergessen Raum und Zeit und fühlen einfach nur eine tiefe Zufriedenheit. Der Auto Manfred Hinrich hatte schon Recht damit: "Das Kind im Manne hat vier Räder."

Der Artikel "Warum macht uns Autofahren Spaß?" wurde am 18.12.2017 in der Kategorie Ratgeber von Redaktion mit den Stichwörtern Warum macht uns Autofahren Spaß?, Tipp & Infos, veröffentlicht.

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