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Autogas soll bis 2023 steuerlich begünstigt werden

19. Mai 2017
Redaktion
Autogas soll bis 2023 steuerlich begünstigt werden
@ Werner77 (CC0-Lizenz)/ pixabay.com
2018 endet die vom Bundestag verabschiedete Steuerbegünstigung für Kraftfahrzeuge mit Autogas.

2018 endet die vom Bundestag verabschiedete Steuerbegünstigung für Kraftfahrzeuge mit Autogas. Jetzt muss entschieden werden, wie die Zukunft der Kraftstoffe aussehen soll. Geht es nach dem Deutschen Verband für Flüssiggas, würde die Förderung noch eine ganze Weile andauern. Dafür plädierten sie bei einer offiziellen Anhörung im Bundestag. Auch der Bundesrat spricht sich für eine Verlängerung aus.

Autogasanlagen haben die Nase vorn

Bei den Emissionswerten sind LPG und Erdgas zwar relativ gleich auf, dennoch sind Erdgasanlagen weitaus unbeliebter und können fast schon als Seltenheit betrachtet werden. Das dürfte vor allem an den Vorteilen der Autogasanlagen liegen. Der Druck im System ist erheblich kleiner, weswegen die Tanks wesentlich kompakter sind. Auch der Einbau ist günstiger und simpler. Einige Webseiten wie gasshop24.de verkaufen sogar Kits zum selbst umrüsten. Es sollte aber beachtet werden, dass ein solcher Umbau bei Neuwagen Gewährleistung und Garantie erlischen lässt.

Steuervorteil bis 2023

Die bisherige Steuerbegünstigung wird durch das Energiesteuergesetz geregelt, die 2018 ausläuft. Nun muss eine neue Entscheidung getroffen werden, ob man den bisherigen Kurs hält oder neue Wege gehen möchte. Sowohl der Bundesrat als auch die vom Verband abgestellten Experten raten zur Verlängerung der Steuerbegünstigungen bis mindestens Ende 2023. Das als LPG bekannte Flüssiggas, das hauptsächlich aus Propan- und Butan-Verbindungen besteht, ist in der Lage, einen erheblichen Beitrag daran zu leisten, den CO2-Ausstoß, die Feinstäube und Stickoxide von Fahrzeugen drastisch zu reduzieren. Mit der garantierten Steuervergünstigung würde man einen effektiven Anreiz schaffen, auf alternative, umweltbewusste Kraftstoffe umzusteigen.

Diesel hat das Nachsehen

Obwohl es längst bessere Alternativen gibt, wird auch der Dieselkraftstoff noch immer kräftig subventioniert. Beinahe 20 Cent Mineralölsteuer trennen Diesel und Benzin, obwohl Umwelt- und Gesundheitsgefahren sich nur kaum voneinander unterscheiden. Das ist vor allem den Grünen ein Dorn im Auge, die eine schrittweise, aber stete Abschaffung der Dieselsubventionierung fordern. Zwar ist es richtig, dass Dieselfahrzeuge in Sachen Kfz-Steuer und auch beim Anschaffungspreis teurer sind, die niedrigen Kosten des Kraftstoffes verleiten jedoch gerade Vielfahrer zum Kauf. Die großen Regierungsparteien hingegen sehen keinen Handlungsbedarf. Angesichts der kommenden Wahlen verspricht die CDU, dass es keine höhere Besteuerung von Dieselfahrzeugen geben wird, allerdings verstehe man den Ansatz und möchte stattdessen alternative Antriebe weiter voran bringen und damit Alternativen zum klassischen Verbrennungsmotor schaffen.

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