Mobilität

Geschäftsreisen: Wenn der Chef mit dem Radl vorfährt

27. April 2017, 10:53 Uhr
Thomas Schneider
Geschäftsreisen: Wenn der Chef mit dem Radl vorfährt
mid Groß-Gerau - Carsharing und Leihfahrräder gewinnen für Geschäftsreisende an Bedeutung - sogar für die Chefs. Deutscher ReiseVerband
Schöne neue Mobilität: Geschäftsreisende nutzen zunehmend Alternativen zu den traditionellen Verkehrsmitteln, wenn sie für die Firma auf Tour sind. In einer aktuellen Umfrage gibt mehr als ein Fünftel der Befragten - regelmäßig reisende Geschäftsführer und Führungskräfte - sogar an, auf dem Termin hin und wieder mit einem Leihfahrrad vorzufahren.


Schöne neue Mobilität: Geschäftsreisende nutzen zunehmend Alternativen zu den traditionellen Verkehrsmitteln, wenn sie für die Firma auf Tour sind. In einer Umfrage des Deutschen Reise Verbands (DRV) gibt mehr als ein Fünftel der Befragten - regelmäßig reisende Geschäftsführer und Führungskräfte - sogar an, auf dem Termin hin und wieder mit einem Leihfahrrad vorzufahren. Laut der Studie "Chefsache Business Travel 2017" ist zwar das Taxi nach wie vor das bevorzugte Verkehrsmittel am Zielort einer Reise, doch andere Möglichkeiten holen auf.

Immer beliebter wird demnach zum Beispiel Carsharing, das 32 Prozent der Männer und 50 Prozent der Frauen gerne nutzen (Mehrfach-Nennungen möglich). Diese Möglichkeit nehmen die Chefs auf Achse umso stärker wahr, je öfter sie unterwegs sind. Bei den Gelegenheits-Reisenden ist es nur jeder Fünfte, bei jenen, die mindestens einmal wöchentlich abseits des Büros Dienst tun aber satte 65 Prozent. Da lohnt sich die Mitgliedschaft bei car2go, DriveNow und Co. offenbar sehr viel mehr als für hin-und-wieder-Nutzer.

Wie beim Autoteilen haben die Frauen auch bei der Fahrrad-Nutzung für geschäftliche Termine die Nase vorn - mit 27 gegenüber nur 17 Prozent bei den Herren der Schöpfung. Letztere können sich mit 83 Prozent Zustimmungsrate am leichtesten mit einem Mietwagen anfreunden - bei den Frauen sind es 73 Prozent. Einig sind sich die Geschlechter in der Präferenz für die praktischste Lösung - und die stellt der Öffentliche Nahverkehr häufig eben nicht dar. 55 Prozent der Befragten fahren zumindest ab und zu Bus und Bahn, aber nur 15 Prozent tun das regelmäßig.

Doch nun Butter bei die Fische, welche Verkehrsmittel sind denn abseits aller Bekundungen nun tatsächlich häufig genutzt? Kurz und knapp: die des Individualverkehrs. Unangefochtener Spitzenreiter ist laut dem DRV das Taxi mit 53 Prozent, gefolgt von Mietwagen (38 Prozent) und dem eigenen Dienstwagen (34 Prozent). Der öffentliche Nahverkehr liegt mit 15 Prozent abgeschlagen auf Rang 4, Carsharing belegt mit 13 Prozent den fünften Platz.

"Geschäftsreisende verlassen sich immer noch mehr auf individuelle als auf kollektive Lösungen", sagt Klaus Henschel, Geschäftsführer Lufthansa City Center, und Kampagnenpartner der DRV-Initiative Chefsache Business Travel. Entscheidend sei letztlich, wie praktisch und komfortabel die Lösung ist - zumindest bei den Chefs und Führungskräften. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Der Artikel "Geschäftsreisen: Wenn der Chef mit dem Radl vorfährt" wurde am 27.04.2017 in der Kategorie Reise von Thomas Schneider mit den Stichwörtern Mobilität, Reisen, Umfrage, Reise-Tipp, Caravan, Wohnwagen, Wohnmobil, Camper, Bahn veröffentlicht.

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