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New York Motor Show: Leistung lohnt sich immer noch

13. April 2017, 10:34 Uhr
Michael Kirchberger 5
5New York Motor Show: Leistung lohnt sich immer noch
mid New York - Daimler feiert in New York ein halbes Jahrhundert AMG mit dem 510 PS starken GLC 63S Coupé. Michael Kirchberger / mid
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Betont durch PS-Protzerei und wenig elektrisch zeigt sich das Angebot der Aussteller auf der New Yorker Automesse. Die Besucher werden trotzdem oder vielleicht gerade deshalb wieder in großer Zahl erscheinen.

Leistung lohnt sich, diesem Motto folgt so mancher Hersteller auf der New York International Auto Show, einem Messe Oldie, der aktuell jährlich im Frühjahr am Ostufer des Hudson in Manhattan gehalten wird. Seit 1900 trifft sich die Autowelt im Big Apple, um ihre Neuheiten zu präsentieren. Auch wenn die Zahl der Premieren überschaubar ist, zieht es regelmäßig weit mehr als eine Million Besucher ins Jacob Javits Kongress Convention Center.

Die Messe-Stars des Jahrgangs 2017 protzen mit PS. Allen voran prescht Dodge mit dem stärksten Charger in der Geschichte der Marke voran, dessen hochaufgeladener 6,2-Liter-V8 satte 627 kW/852 PS entwickelt. 1.044 Newtonmeter Drehmoment beflügeln das Supersport-Coupé, das sein Potenzial eher zurückhaltend zur Schau stellt. Auf dem Fuß folgt Mercedes-Benz mit der feinen Sportabteilung AMG, die in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag begeht. Das SUV GLC steht im Blickpunkt und tritt in der konventionellen und der Coupé Karosserieversion als erstes und nach AMG-Angaben bislang einziges Mittelklasse-SUV mit einem Achtzylindermotor an.

Der Vierliter-V8 leistet hinter dem breitrippigen Panamericana-Grill, der bislang nur den GT-Modellen vorbehalten war, bis zu 375 kW/510 PS und beschleunigt das allradgetriebene SUV in 3,7 s von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 250 km/h abgeregelt, wer sich öfter an sie herantastet, dürfte den angegebenen Normverbrauch von 10,7 Liter Super plus (244 g/km CO2) um ein mehrfaches übertreffen.

Bodenständiger geht der neue Toyota Camry an den Start, der bereits mehrfach unter den Top 3 der amerikanischen Verkaufs-Charts landen konnte. Er trägt nun auch die x-förmige Frontpartie, die der japanische Hersteller als Markenzeichen in allen Baureihen einführt. Eine Hybrid-Variante ist in Vorbereitung, die viertürige Mittelklasse-Limousine wird in Deutschland allerdings nicht auf den Markt kommen.

Einem anderen Exponat in New York steht das Marktdebüt jedoch in Kürze zuvor. Der Chevrolet Bolt, baugleich mit dem Opel Ampera-e wird seit März in den Vereinigten Staaten verkauft und kostet dort als Einstiegsmodell 37.500 Dollar, was rund 35.960 Euro entspricht. Die höherwertige Premier-Version kommt sogar auf über 42.000 Dollar, das wäre kein Preis, mit dem der Elektro-Opel trotz seiner erheblichen Reichweite von fast 500 Kilometer bei uns punkten könnte.

Michael Kirchberger

Der Artikel "New York Motor Show: Leistung lohnt sich immer noch" wurde am 13.04.2017 in der Kategorie Specials von Michael Kirchberger mit den Stichwörtern Messe, Sportwagen, SUV, Elektroauto, Event, Messe, veröffentlicht.

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