Ratgeber

Diebstahlschutz: So parken Sie ihr Auto sicher!

6. Januar 2016
Redaktion
Diebstahlschutz: So parken Sie ihr Auto sicher!
Foto: Auch in Deutschland keine seltenes Bild: Vier mal pro Stunde wird ein Auto aufgebrochen. Quelle: Shevelev Vladimir – 14523793/Shutterstock.com
Autodiebstahl in Deutschland – das ist bei weitem keine so große Seltenheit, wie man vielleicht meinen mag. Pro Stunde werden im Schnitt vier Autos aufgebrochen. Man sollte sich also nicht zu sicher fühlen. Lesen Sie hier, wie Sie sich vor Autodiebstahl schützen können – oft beginnt das schon bei der Wahl des richtigen Parkplatzes.

19.000 kaskoversicherte PKW wurden in Deutschland 2013 gestohlen. Das mit Abstand gefährlichste Pflaster ist dabei Berlin, mit einer Quote von 3,5 Diebstählen pro 1000 kaskoversicherten PKW. Mit einem ordentlichen Abstand folgt Brandenburg (1,8) auf Rang zwei, dahinter rangieren Hamburg (1,6) sowie Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern (je 1,0). Am sichersten parkt man in Deutschland im Süden: Im Saarland, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern werden bundesweit am wenigsten Fahrzeuge gestohlen, jeweils jedes Fünftausendste (Quote: 0,2).

Um Autodieben das Leben schwer zu machen, gibt es einiges zu beachten. Sie können verschiedene Maßnahmen ergreifen, die einen Einbruch zwar nicht verhindern, aber zumindest erschweren. Neben mechanischen Zusatz-Schutzmaßnahmen, wie der Lenkradkralle, der Parkkralle für den Reifen oder einer Ganghebelsperre, hilft es auch schon viel, Wertsachen nicht von außen sichtbar liegen zu lassen. Sind Navi, Portemonnaie oder Smartphone von außen nicht zu sehen, weil im Handschuhfach verstaut bzw. mit einer Zeitung oder Kleidung verdeckt, können sich Diebe nicht sicher sein, ob sich ein Aufbrechen lohnt und lassen im Zweifel von Ihrem Wagen ab.

Schon bei der Parkplatzwahl zahlt sich Cleverness aus

Schon bei der Wahl des Parkplatzes gilt: Cleverness zahlt sich aus. Grundsätzlich ist es wichtig, sein Auto in belebten und gut beleuchteten Gegenden abzustellen, gerade in Großstädten. Wichtig ist auch, beim Zuschließen des Autos noch einmal zu kontrollieren, ob der Wagen auch wirklich zu ist. Viele Diebe nutzen Störsender, um den über Funk ablaufenden Abschließvorgang zu unterbinden – wenn der arglose Autofahrer dann außer Sichtweite ist, haben die Kriminellen leichtes Spiel.

Nicht direkt empfehlenswert, gerade wenn Sie ihr Auto länger stehen lassen müssen, sind vermutlich auch Park-and-Ride-Parkplätze. Da sie oft etwas außerhalb am Stadtrand liegen, eignen sie sich hervorragend für Diebe. Offizielle Zahlen über die Diebstahlhäufigkeit gib gibt es hierfür zwar nicht. Dennoch sollten Sie die abgelegenen Parkplätze wohl besser meiden, gerade wenn Sie Ihr Fahrzeug für einen längeren Zeitraum abstellen müssen. Wer beispielsweise zum Flughafen muss und für ein paar Tage in den Urlaub fliegt, ist wohl besser beraten, in der Nähe des Airports zu parken. Da ist viel los und die Chance für Diebe, ungesehen ein Auto zu klauen ist relativ gering. Um nicht den ganzen Tag mit der Parkplatzsuche zu verbringen und dann womöglich auch noch Geld zu sparen, empfiehlt es sich, vorher online auf Parkplatzportalen nachzusehen, ob es am Flughafen den ein oder anderen Geheimtipp gibt. Zum Beispiel findet man auf Parkplatzvergleich.de am Flughafen München zahlreiche Alternativparkplätze, die in der Nähe des Flughafens liegen.

Wie sicher sind Park-and-Ride-Parkplätze?

Wer sein Auto doch einmal auf einen eher abgelegenen Parkplatz stellen muss, kann aber auch schon bei der Wahl der Parklücke vieles richtig machen. Am Parkplatzrand, in der Nähe von Büschen oder Bäumen zu parken macht den Dieben das Leben leicht. Stellen Sie Ihr Auto stattdessen möglichst zentral auf den Parkplatz. Neben weniger Versteckmöglichkeiten für potenzielle Täter spricht für die Wahl einer zentralen Parklücke zudem die bessere Sichtbarkeit und die höhere Wahrscheinlichkeit, dass ein Diebstahl von Passanten oder anderen Parkplatznutzern beobachtet wird.

Der Auto Club Europa (ACE) will aber auf Park-and-Ride-Parkplätzen eine rückläufige Zahl der Diebstähle festgestellt haben. Parkplätze von Autohäusern oder Firmen sind bei Dieben offenbar beliebter – ACE-Mitarbeiter Rainer Hillgärtner hat dafür auch eine einleuchtende Erklärung parat: „Diebe bevorzugen eher dicke Wagen. Und die stehen gewöhnlich nicht auf Park-and-Ride-Parkplätzen.“

Die Statistik gibt ihm jedenfalls recht: Das meistgestohlene Auto in Deutschland ist der BMW X6 Xdrive 40D – das Spitzenmodell im Geländewagensortiment des bayerischen Herstellers und mit einem Einstiegspreis von 65.000 Euro nun wirklich kein Mittelklassewagen. An diesem Modell gibt es pro 1.000 versicherten Wagen 21,9 Schadensfälle aufgrund von Diebstahl – damit liegt der Durchschnitt beim X6 über sechsmal so hoch, wie in Berlin allgemein.

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